WFEB
Suche:

Newsarchiv

27.04.2011
Flüchtlingswellen und Fachkräftemangel: Ihre Bedeutung für den EU-Binnenmarkt

Das Schengener Abkommen und die Öffnung der EU-Arbeitsmärkte: die Reaktionen aus Europa.

Die Flüchtlingsströme aus Nordafrika reißen nicht ab. Beinahe täglich berichten die Medien über neue Flüchtlingswellen vor den Küsten der europäischen Mittelmeeranrainerstaaten.

Besonders betroffen sind die EU-Staaten Frankreich, Italien und Griechenland. Deshalb haben der französische Staatschef Nicolas Sarkozy und sein italienischer Amtskollege Silvio Berlusconi am 26.04.2011 die Reform des Schengen-Abkommens vorgeschlagen. Dieses Abkommen regelt Grenzkontroll-, Visa- und Asylfragen innerhalb der EU. Dabei plädieren die Regierungschefs für strengere Bestimmungen für die Einreise, sowie für eine flexiblere Auslegung der Sonderklauseln für die Durchführung von Grenzkontrollen.

Diese Reformvorschläge stoßen an vielen Stellen der EU auf Kritik. Ein vorübergehendes Ruhenlassen der Schengener Vorschriften sei vollkommen ausgeschlossen, so ein Sprecher der EU-Behörde gegenüber der dpa.

Ein weiteres Top-Thema auf der europapolitischen Agenda ist die Ausweitung der Arbeitnehmerfreizügigkeit auf die 2004 und 2007 der EU beigetretenen mittel- und osteuropäischen Staaten. Ab dem 01.05.2011 können nun Bürger aus den genannten Staaten uneingeschränkt in Deutschland arbeiten. Damit will man dem Fachkräftemangel und dem sinkenden Arbeitskräftepotential (demographischer Wandel) entgegenwirken.

Auch dieses Thema bietet erhebliches Konfliktpotential. So befürchten verschiedene Politiker, dass "billige" Arbeitskräfte aus dem Osten eine Gefährdung für einheimische Arbeitnehmer darstellen. Besonders beträfe dies den Niedriglohnsektor.

Der Umgang mit der Flüchtlingsfrage sowie die Öffnung der europäischen Arbeitsmärkte machen das Spannungsfeld zwischen europäischer Regulierung und nationalstaatlichen Interessen deutlich. Eine erfolgreiche Europapolitik vereint beide Aspekte und verlangt ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Initiative der Mitgliedsstaaten.

Mit der Verflechtung von europäischen und nationalen Interessen und der Frage nach der Regulierung in den genannten Themengebieten und deren Bedeutung für den EU-Binnenmarkt hat sich der WFEB in einer ausführlichen Darstellung beschäftigt. Diese finden Sie hier.


Zurück zum Newsarchiv


Aktuelles

27. Juli 2011              EU-Kommission stellt Automobilpreisbericht 2011 vor

22. Juli 2011           Verkäufer mangelhafter Ersatzteile muss auch für Kosten des Austauschs aufkommen

________________________

Linkliste:

Der WFEB bei Facebook

 

 

 

 

ITworks! CMS Basic