WFEB
Suche:

Newsarchiv

13.01.2011
Abmahnfalle Verbraucherkreditrichtlinie

Auch nach der Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie besteht bei Mängeln Abmahnungsgefahr.

Dem Kunden soll es erleichtert werden unterschiedliche Kreditangebote miteinander vergleichen zu können und auf Grundlage aussagekräftiger Informationen selbst die Vor- und Nachteile eines Kreditvertrages abzuwägen.

Für Händler bergen die neuen Vorgaben zu Form und Inhalt der Werbung ein beträchtliches Risiko, dass es bei mangelnder Umsetzung zu einer Abmahnung kommt.

Bei neuen Werbevorhaben sollte deshalb stets auf geprüftes Werbematerial zurückgegriffen werden. Da die reine Leasing-Werbung nicht reglementiert ist, kann diese als Alternative in der Werbekonzeptplanung genutzt werden.

Diese neuen Regelungen der Verbraucherkreditrichtlinie gelten nur gegenüber Privatkunden. Zudem auch für bestimmte Arten von Leasingverträgen. Ausgenommen sind Leasing mit Kilometerabrechnung und Vollamortisationsleasingverträge.

Die Umsetzung der Vorgaben der Richtlinie erfolgte in Deutschland durch zwei Gesetze (diese finden Sie hier auf der Homepage des Justizministeriums).

Was folgt aus diesen Gesetzen?

Verbraucher müssen nun bereits vor Abschluss eines Darlehensvertrages über die grundsätzlichen Bestandteile des Kredits informiert werden.

Nach der Umsetzung gibt es nun auch einheitliche Muster für unterschiedliche Kreditverträge, die europaweit Geltung besitzen.

Die Werbung für Darlehensverträge wird stärker reglementiert. Wer für den Abschluss von Darlehensverträgen wirbt, darf nicht nur eine einzige Zahl herausstellen (z.B. niedriger Zinssatz), sondern muss auch über Folgekosten informieren.

Diese Angaben mit einem Verweis (meist in kleiner Schrift) als Fußnote zu vermerken, ist aufgrund der neuen Regelungen nicht mehr zulässig.

Gerade im Bereich der Werbung und der Gestaltung der Verträge besteht bei mangelhafter Umsetzung die Gefahr einer Abmahnung.

Von den Bestimmungen ausgenommen ist nur die reine Leasing-Werbung.

Auch im Bereich der Kündigung von Darlehensverträgen gibt es Veränderungen. Kündigungen durch den Darlehensgeber sind bei unbefristeten Verträgen nur noch möglich, wenn eine Kündigungsfrist von mind. zwei Monaten vereinbart ist. Verbraucher dagegen können einen unbefristeten Vertrag jederzeit kündigen.

Darlehen ohne Grundschuldabsicherung können künftig jederzeit ganz oder teilweise zurückgezahlt werden.

Unternehmer, die für ihre Belehrungen über das Widerrufs- und Rückgaberecht die neuen Muster verwenden, müssen z.B. Abmahnungen nicht mehr fürchten müssen.

Im Downloadbereich finden Sie hier ein ausführliche Zusammenfassung des Sachverhalts.



Zurück zum Newsarchiv


Aktuelles

27. Juli 2011              EU-Kommission stellt Automobilpreisbericht 2011 vor

22. Juli 2011           Verkäufer mangelhafter Ersatzteile muss auch für Kosten des Austauschs aufkommen

________________________

Linkliste:

Der WFEB bei Facebook

 

 

 

 

ITworks! CMS Basic