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12.11.2010
EU-Kommission: Neue Energiestrategie für Europa

Energieeinsparung und Transparenz auf dem Strommarkt sind die Hauptziele der neuen Energiestrategie

 

Am 10.11.2010 hat die EU-Kommission ihre neue Strategie für die energiepolitischen Ziele der nächsten zehn Jahre vorgestellt.

Unter dem Titel „Energie 2020" sollen u.a. Ziele wie die Realisierung von Energieeinsparungen und die Schaffung eines europäischen Energiebinnenmarktes erreicht werden.

Energiekommissar Günther Oettinger bezeichnete die Herausforderungen im Energiebereich als „(...) eine der größten Bewährungsproben für uns alle."

In der von der Kommission verabschiedeten Mitteilung legten sich die Entscheidungsträger in Brüssel auf fünf Kernpunkte fest. Anhand dieser Prioritätenliste wird die Kommission in den nächsten 18 Monaten Gesetzesvorschläge erarbeiten. Auch auf dem ersten EU-Energiegipfel am 04.02.2011 werden die hier gesetzten Eckpfeiler der Energiepolitik bestimmende Themen sein.

Beim Thema Energieeinsparungen will man sich auf die beiden Sektoren Verkehr und Gebäude konzentrieren, da die Kommission hier das größte Einsparpotential sieht. Hier sollen Investitionsanreize für Energiesparmaßnahmen an Gebäuden und Fahrzeugen gegeben werden. Auch die öffentliche Hand soll bei Bauleistungen und den verwendeten Produkten die Energieeffizienz stärker berücksichtigen.

Ein Kernstück der neuen Energiestrategie ist die Schaffung eines gesamteuropäischen Energiemarktes. Zur Vollendung eines solchen Energiebinnenmarktes hat sich die Kommission auf das Jahr 2015 festgelegt. Bis dahin sollen alle Mitgliedsstaaten in den Energiebinnenmarkt integriert sein.

Ein wichtiges Element des europäischen Energiemarktes wird der Ausbau der Energieinfrastrukturen sein. Hierzu sind, laut Kommission, in den nächsten zehn Jahren ca. 1 Billion Euro zu investieren. Für die Verwirklichung strategisch wichtiger Bauprojekte in diesem Rahmen schlägt die EU-Kommission vereinfachte und kürzere Baugenehmigungen vor.

Auch eine verstärkte weltweite Kooperation in Energiefragen soll in Zukunft seitens der EU forciert werden. Hier richtet sich der Blick der Verantwortlichen in Brüssel besonders auf Schlüsselpartner aus Drittländern. Vor allem soll die Zusammenarbeit in Energiefragen mit Afrika gefördert werden.

Die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit Europas auf dem Technologiemarkt für Energie ist ein weiteres Anliegen der Kommission. Um Europas Position auf den internationalen Märkten zu stärken, sollen vier größere Projekte im Bereich der Energietechnologien auf den Weg gebracht werden.

Der Ausbau von Möglichkeiten des Preisvergleichs von Stromanbietern und mehr Transparenz auf dem europäischen Strommarkt soll es den Verbrauchern erleichtern den Versorger zu wechseln.


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